Die Lauinger Realschule muss dringend saniert werden

SPD Kommunalpolitiker informieren sich vor Ort

 

Lauingen (pm). Zu einem Informationsbesuch weilten zahlreiche SPD Kommunalpolitiker neulich in der Lauinger Kreis-Realschule. An dem Gespräch mit Schulleiterin Karin Leo und ihrem Stellvertreter Peter Hüttl nahmen Bürgermeister Wolfgang Schenk, die Kreistagsfraktion, die Lauinger SPD Stadträte und Bezirkstagslistenkandidat Martin Knecht teil. Schwerpunkt der Unterredung war die dringend anstehende Generalsanierung der Bildungseinrichtung.

Zu Beginn erläuterte die seit 2012 amtierende Schulleiterin auf einem Rundgang durch die Schule und anhand der Grundrisspläne, wie sich seit 1972 außer einem kleinen Anbau am Schulgebäude baulich wenig verändert hat. Zahlreiche Fachräume wurden als Klassenzimmer umgewidmet, um die aktuell 25 Klassen überhaupt unterbringen zu können. Ursprünglich war die Schule auf 16 Klassen ausgelegt. Gerade seit 2001, seit die Realschule sechs Jahrgangsstufen hat, wird die Raumnot immer eklatanter. Derzeit sind vier achte Klassen in Containern der Berufsschule ausgelagert, um sie überhaupt unterbringen zu können.

Dringender Handlungsbedarf besteht laut Konrektor Peter Hüttl, da  sich die Schülerzahlen konstant bei ca. 700 Mädchen und Buben einpendeln, so dass ein merklicher Rückgang des Platzbedarfes nicht zu erwarten ist. An eine Umsetzung der Forderungen nach „Inklusion“ in der Schule, der Integration von vor allem körperbehinderten Schülern, ist derzeit nicht zu denken, da die Realschule aktuell keinen Aufzug hat.

Karin Leo erläuterte daher, dass sie beim Landkreis als Sachaufwandträger einen Antrag auf Generalsanierung gestellt habe. Sollte diesem statt gegeben werden, so hat neben der generellen Verbesserung der Raumsituation und Ausstattung absolute Priorität, die Förderung in den „MINT“-Fächern (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) auszubauen.

           Für die SPD Kreistagsfraktion betonte Hans-Jürgen Weigl (Dillingen), dass sie diesen Antrag voll unterstützen will. Die Planung des Bedarfes müsse umgehend anhand der Richtlinien der Regierung von Schwaben angegangen werden. Bezirkstagslistenkandidat Martin Knecht machte sich vor allem für eine stärkere Betonung der mathematisch-technischen Übungsmöglichkeiten stark, da die regionale Wirtschaft sehr stark vom verarbeitenden Gewerbe und vom Handwerk lebe und vor allem in den technischen Berufen händeringend Nachwuchs suche.

Dietmar Bulling stellte fest, dass die Klassenräume kaum mit neuen Medien ausgestattet und nicht ans Internet angeschlossen seien. Er regte an, dass dieser Umstand kurzfristiger behoben werden könne, ohne auf die große Sanierung zu warten. Stadtrats-Fraktionsvorsitzender Markus Stuhler hinterfragte die Situation im Schulsport: laut der Schulleitung ist die vorhandene Schulsporthalle zu klein, so dass Sportunterricht teilweise in der Gundelfinger Kreissporthalle stattfindet und ein Teil des Sportunterrichts ausfällt. Hierzu betonte Bürgermeister Wolfgang Schenk, dass im Zusammenhang mit dem Neubau der Berufsschule zwar eine neue Dreifachturnhalle für einen späteren Planungsabschnitt angedacht sei, außer einem möglichen Standort bislang aber nichts konkret geplant sei seitens des Landkreises. Kreistags-Fraktionsvorsitzender Bernd Steiner bedankte sich bei der Realschul-Leitung für die informativen Einblicke und sagte für die SPD Fraktion zu, die Generalsanierung der Schule zu forcieren.